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Lauf-ABC: 12 Übungen für einen besseren Laufstil

Kniehub, Fußaufsatz, Hüftbeweglichkeit: Die 12 Übungen des Lauf-ABC im Überblick – mit Ausführung, Wirkung und Videoanleitung.

Viele Schülerinnen und Schüler fragen sich, warum wir in der Sportstunde regelmäßig das Lauf-ABC machen. Diese Übungen wirken auf den ersten Blick seltsam – aber sie zerlegen den Laufschritt in seine Einzelteile und verbessern genau die Bewegungen, die beim normalen Laufen automatisch ablaufen.

Wer Kniehub, Fußaufsatz und Hüftbeweglichkeit gezielt trainiert, läuft am Ende schneller, ökonomischer und gelenkschonender.

Videoanleitung

Im Video siehst du alle Übungen einmal vorgemacht:

Die 12 Übungen im Überblick

1. Fußgelenksarbeit

So geht’s: Von der Zehenspitze zur Ferse abrollen, betont dynamisch.
Beansprucht: Fußgelenke, Unterschenkelmuskulatur
Effekt: mehr Fußstabilität, Verletzungsprävention

2. Skipping

So geht’s: Kleine Sprünge mit hoher Frequenz, Arme aktiv mitführen.
Beansprucht: Beinmuskulatur, Hüftbeuger
Effekt: bessere Koordination und Laufökonomie

3. Anfersen

So geht’s: Fersen dynamisch zum Gesäß führen, Oberkörper bleibt aufrecht.
Beansprucht: Oberschenkelrückseite, Gesäßmuskulatur
Effekt: Beweglichkeit der Beinrückseite, Laufrhythmus

4. Rückwärtslaufen

So geht’s: Raumgreifende Schritte rückwärts, Blick über die Schulter.
Beansprucht: Unterschenkel, Wadenmuskulatur
Effekt: Balance, Koordination, Körperwahrnehmung

5. Stäbchenlauf

So geht’s: Aufrechter Gang mit betonter Streckung des ganzen Körpers.
Beansprucht: Rumpfmuskulatur, Hüftstrecker
Effekt: aufrechte Körperhaltung, Rumpfstabilität

6. Steigerungslauf

So geht’s: Tempo über die Strecke gleichmäßig steigern, Arme aktiv einsetzen.
Beansprucht: gesamte Beinmuskulatur
Effekt: Schnelligkeit, höhere Schrittfrequenz

7. Anstellschritt

So geht’s: Seitliche Bewegung mit Kreuzschritten, Hüfte bleibt stabil.
Beansprucht: Hüftmuskulatur, Adduktoren
Effekt: seitliche Stabilität und Beweglichkeit

8. Seitwärtslaufen ohne Armeinsatz

So geht’s: Seitliche Bewegung, Arme bewusst ruhig halten.
Beansprucht: Hüftabduktoren, Rumpf
Effekt: Hüftmobilität, Koordination

9. Seitwärtslaufen mit Armeinsatz

So geht’s: Dieselbe Bewegung, diesmal mit deutlichem Armschwung.
Beansprucht: Hüftmuskulatur, Schultergürtel
Effekt: Ganzkörperkoordination

10. Kniehebelauf

So geht’s: Knie bis auf Hüfthöhe anheben, Oberkörper aufrecht.
Beansprucht: Hüftbeuger, Kniestrecker
Effekt: Lauftechnik, Kraftentwicklung

11. Hopserlauf

So geht’s: Wechselseitige Sprünge mit betontem Kniehub.
Beansprucht: Sprunggelenk, Oberschenkel
Effekt: Sprungkraft, Explosivität

12. Sprunglauf

So geht’s: Kraftvolle Sprünge mit möglichst langer Flugphase.
Beansprucht: Wadenmuskulatur, Gesäß
Effekt: explosive Kraft, Schnelligkeit

Praxis-Tipp für den Unterricht

  • Zwei bis drei Einheiten pro Woche reichen für einen spürbaren Effekt.
  • Auf saubere Bewegungsausführung achten – lieber langsam und richtig als schnell und schlampig.
  • Individuelles Tempo zulassen. Das Lauf-ABC ist kein Wettrennen.
  • Umfang und Schwierigkeit an den Leistungsstand anpassen und schrittweise steigern.

Fazit

Das Lauf-ABC wirkt anfangs ungewohnt, aber die regelmäßige Durchführung verbessert nicht nur die Lauftechnik, sondern auch Beweglichkeit und Koordination insgesamt. Wer langfristig schneller und verletzungsfrei laufen möchte, sollte es fest einplanen. Probier es aus und achte darauf, wie sich dein Laufstil verändert.